Für Frieden im Sudan: Solidarität mit Anarchist*innen

Im Sudan herrscht immernoch Krieg und in den meisten Bundesstaaten ist die Lage äußerst gefährlich. Im Rest des Landes sind die Menschen zwar relativ sicher, doch die Situation ist ebenfalls sehr repressiv. Zwar finden dort keine direkten Kämpfe statt, aber es gibt Drohnenangriffe und starke rassistische Diskriminierung, wobei Minderheiten verfolgt werden. Sie sind direkte Ziele für die Regierungstruppen (SAF) und die von dieser unterstützten Milizen.

Einige Menschen setzen sich gegen die Unterdrückung durch die Behörden zur Wehr und haben sich zur Verteidigung der Stadt El Fasher entschieden. Im Angesicht der tödlichen Bedrohung durch die vorrückenden Aggressoren der RSF-Miliz haben sie sich bewaffnet und leisteten Widerstand, wodurch viele Bewohner*innen während der Eroberung der Stadt vor den grauenhaften Massakern gerettet wurden. Doch viele Menschen mussten vor den Milizen aus der Region Dafur fliehen und landeten in Flüchtlingslagern, wie in der Stadt El Dabbah.

Es ist weiterhin dringend nötig, internationale Öffentlichkeit zu schaffen und nicht die Augen zu verschließen vor dieser riesigen humanitären Katastrophe. In Solidarität mit den Genoss*innen im Sudan gilt es nun Sichtbarkeit schaffen: Die Welt muss wissen, dass es im Sudan auch Anarchist*innen gibt, die sich gegen die unterdrückerische Herrschaft auflehnen wollen (siehe „Al Amal / Espoir“)

Die Menschheit hat nur deshalb davon erfahren, dass es im Sudan brutale Verbrechen, sexualisierte Gewalt und blutige Massaker gibt, weil die Medien darüber berichtet haben. Dieser Krieg braucht mehr weltweite Aufmerksamkeit, damit alle erkennen, dass dort ein imperialistischer Krieg stattfindet. Der Norden des Sudan wird kontrolliert von der Regierungsarmee und dort operieren auch islamistische Milizen sowie unabhängige bewaffnete Gruppen, die aus rassistischen Gründen Menschen wegen der Hautfarbe oder eines Dialekts verhaften und foltern.

Zahlreiche Regierungen verfolgen ihre Interessen im Sudan: die Vereinigten Staaten und die Vereinigten Arabischen Emirate, abenso wie Israel, Ägypten und Saudi-Arabien. Aber auch die Türkei, der Iran und andere versuchen, sich das Gold, das Vieh und die Landwirtschaft des Landes anzueignen. Seit Beginn dieses Krieges im Frühjahr 2023 sind rund 12 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als 4 Millionen haben in Nachbarländern, wie Ägypten, Äthiopien, Südsudan und Tschad, Schutz gesucht.

Das ASN Oberschwaben hat nun eine Postkarte herausgegeben, um auf diese Situation aufmerksam zu machen:

Für Frieden im Sudan!
Unter Kriegen leidet immer die Bevölkerung!
Ich unterstütze den anarchistischen Widerstand

Wenn du die Mitglieder der Anarchistischen Gruppe im Sudan unterstützen möchtest:
– Informiere dich über die Lage im Sudan (z.B. über https://sudfa-media.com oder https://www.instagram.com/soundofsudan/)
[oder: https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/?s=Sudan]. Und spreche mit deinen Freund*innen, deiner Familie oder Kolleg*innen usw. über die Situation dort. Alle sollten wissen, was im Sudan geschieht!
– Verbreite den Newsletter „Al Amal“ (Hoffnung), der online hier verfügbar ist:
https://cnt-ait.info/2025/10/30/alamal_5_en/

Der Newsletter ist online verfügbar in Englisch und Französisch. Für eine Übersetzung ins Deutsche wende dich bitte an asn-oberschwaben@riseup.net

Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk Oberschwaben
(https://asniaa.noblogs.org/asn-oberschwaben/)

Hintergrund-Informationen:

Sudan: Genozid durch die Dschandschawid-Miliz (2025)
(https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2025/10/30/sudan-genozid-durch-die-dschandschawid-miliz/)

Warum wird man in Sudan Anarchist?
(2025)
(https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2025/06/11/warum-wird-man-in-sudan-anarchist/)

Sudan: „Hoffung – Al Amal“ (2025)
https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2025/06/11/sudan-hoffung-al-amal/

Sudan: El-Fasher – Anarchist:innen unterstützen die Selbstverteidigung der Stadt (2025)
https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2025/06/11/sudan-el-fasher-anarchistinnen-unterstuetzen-die-selbstverteidigung-der-stadt/

Sudan: Sklaverei ist das Wesen der Macht (2025)
https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2025/04/24/sudan-sklaverei-ist-das-wesen-der-macht/

Sudan: Dieses Blut reicht ihnen nicht (2025)
https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2025/04/02/sudan-dieses-blut-reicht-ihnen-nicht/

Barbarei im Sudan: Ein verzweifelter Hilferuf von sudanesischen Anarchist*innen! (2024)
https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2024/05/14/barbarei-im-sudan-ein-verzweifelter-hilferuf-von-sudanenischen-anarchistnnen/

Sudan: Widerstand gegen Militärputsch (2022)
https://anarchosyndikalismus.noblogs.org/post/2022/01/14/sudan-widerstand-gegen-militaerputsch/

Creative Commons: BY-NC (ASN-IAA, https://asniaa.noblogs.org)